"In Aschaffenburg zu Hause" - der Michael Narloch Preis

Michael Narloch, der ursprüngliche Initiator des Fests „Brüderschaft der Völker“, hatte eine Vision: Mit großem ehrenamtlichem Engagement und viel Herzblut setzte er sich jahrelang dafür ein, dass auf dem Brüderschaftsfest Menschen unterschiedlicher Herkunft in Kontakt kommen. Er war sich der verbindenden Kraft zwanglosen Beisammenseins einerseits und des gemeinsamen Organisierens eines Festes andererseits bewusst. Die "Festfamilie" aller, die das Fest gestalten, trägt seine Vision weiter und wird das Brüderschaftsfest auch in Zukunft als feste Größe im kulturellen Kalender der Stadt erhalten.

In der entbehrungsreichen Nachkriegszeit erlebte Michael als Kind die Folgen von Krieg: Der Vater war in Gefangenschaft und die kleine Familie hatte Schwierigkeiten, einen Ort zu finden, wo sie sich niederlassen konnte. Nach langer Odyssee kamen Michael, sein Bruder und seine Mutter bei Verwandten in Aschaffenburg unter. Nach Rückkehr des Vaters gründete die Familie einen Gastronomiebetrieb, wo Michael erlebte, wie Amerikaner und Einheimische sich in entspannter Atmosphäre kennenlernten. Weltoffenheit war also etwas, womit Michael zwangsläufig durch die Nachwirkungen des Krieges aufwuchs - und dennoch empfand er Weltoffenheit als eine Selbstverständlichkeit und Bereicherung in seinem Leben. Die Vision des Brüderschaftsfests ist sein Vermächtnis: Aschaffenburg - eine Stadt - eine Welt.

Die Gewinner

Vielen Dank an alle Projekte, die sich in diesem Jahr für den Michael Narloch-Preis beworben haben. Euer Engagement und Eure Ideen bereichern das Zusammenleben in Aschaffenburg und leisten einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe, Bildung und Begegnung. Habt Dank und macht weiter so! Die Jury konnte in diesem Jahr leider nur vier Projekte berücksichtigen.

Herzlichen Glückwunsch an:
- Das Freitagscafé in der Gemeinschaftsunterkunft
- Das Projekt BasKIDball
- Den Imkerverein Hösbach
- Die Theater-AG der Berufsschule I


Jeder Preisträger erhält 200,-- € und präsentiert das Projekt während des Festes im Zukunftszelt.